Weingut Jamek

Die Wachau zählt zu den reizvollsten und kulturhistorisch ältesten Landschaften Österreichs.
Inmitten einzigartiger Terrassenweingärten, die das Wachauer Landschaftsbild seit vielen Jahrhunderten prägen, betreibt die Familie Jamek Weinbau bereits in der 4. Generation.

Das Weingut Jamek bewirtschaftet 25 ha in den renommiertesten Lagen der Wachau. In der bekannten Steillage Ried Klaus gedeiht ein Riesling mit Kultstatus von ausgeprägter Komplexität und höchster Aromatik. Die Urgesteinterrassen der Rieden Achleiten und Liebenberg sind für hochkarätige und vom Terroir der Wachauer Steillagen geprägte Grüne Veltliner bekannt.

Die Lagen Hochrain und Zweikreuzgarten in Wösendorf werden in einer schon über 40 Jahre andauernden Kooperation mit dem Benediktinerstift Melk bewirtschaftet. Hier wachsen Grüne Veltliner und Weißburgundertrauben von höchster Qualität.

In unseren Weinen finden Sie viele Spielarten des Wachauer Terroirs.

Die Leichtigkeit, die Fruchtigkeit und Tiefe, ein Spektrum, das die Herzen der Weinfreunde höher schlagen läßt. Trinkfreude und Bekömmlichkeit durch Naturbelassenheit der Weine sind oberstes Gebot.

Die Weine werden klassifiziert in Steinfeder®, Federspiel® und Smaragd®. Dies sind die Stilbezeichungen und geschützte Marken des Gebietsschutzvereins Vinea Wachau Nobilis Districtus.

Steinfeder®leicht und duftigbis 11,5% Alkohol
Federspiel®Wein im Kabinettbereichbis 12,5% Alkohol
Smaragd®substanzreichster Weinab 13% Alkohol

Vinifikation

Die Arbeit im Weinkeller erfolgt schonend und traditionell mit der notwendigen Innovation, stets im Streben nach höchster Qualität. Josef Jamek hat bereits im Jahr 1976 begonnen, die Moste im Edelstahltank kühl und somit langsam und behutsam zu vergären. Nach dem Abschluß der Gärung werden die Weine traditionell im großen Holzfass ausgebaut. Dadurch bekommen die Weine ihren eleganten und harmonischen Charakter.

Renovierung der Natursteinmauern in der Ried Achleiten

Das Erhalten der für die Wachau landschaftsprägenden Natursteinmauern ist uns ein großes Anliegen. Diese Mauern wurden von unseren Vorfahren in mühevoller Handarbeit errichtet und ermöglichen den Anbau der Reben in den steilen und gut sonnenexponierten Hanglagen.

Im Jahr 1998 wurde begonnen, die durch Sturm, Regen und Schneefall der letzten 500 Jahre in Mitleidenschaft gezogenen Natursteinmauern zu ersetzen. Jede freie Minute von der Schneeschmelze bis zum ersten Novemberfrost wurde mit den Mauerarbeiten verbracht. Unterbrochen haben wir diese Arbeit nur für die Grünarbeit und die Weinlese. Traditionelle Wachauer Natursteinmauern werden in Handarbeit errichtet und erhalten ihre Stabilität nur durch das Gewicht der Steine und die Reibung zwischen den Steinen, die durch eine sorgfältige Schlichtung entsteht. Dieses alte Handwerk ist auch heute noch unverzichtbarer Bestandteil der Ausbildung unserer Mitarbeiter.

Nun erstrahlt die Ried Achleiten im neuen Glanz und wir sind voll Hoffnung, daß die neu errichteten Mauern nun wieder mindestens 500 Jahre halten werden.

Jamek, Weingartenarbeit von Hand

Ökologische Aspekte, Nachhaltigkeit und der Erhalt der typischen Wachauer Naturstein-Terrassenmauern prägen in der Wachau die Tätigkeit im Weingarten. Viele unserer Weinärten lassen die maschinelle Bearbeitung nicht zu. Daher wird die Weingartenarbeit von erfahrenen Mitarbeitern zum Großteil von Hand ausgeführt und jede einzelne Traube in unserem Betrieb wird von Hand gelesen.

Josef Jamek


Josef Jamek
gilt als der Doyen des Weinbaus in der Wachau. Viele entscheidende Impulse für den heute so selbstverständlichen Charakter der trockenen Wachauer Weine gingen von ihm aus.

Das Weingut Jamek nahm seinen bescheidenen Anfang mit dem Ankauf des ersten Weingartens durch dessen Vater Anton Jamek im Jahr 1912. Josef Jamek interessierte sich bereits früh für den Weinbau und besuchte 1936 die Weinbauschule in Krems.

1955 folgte ein großer Schritt mit dem Ankauf von 1,5 ha in der Ried Klaus. Im Jahr 1959 wurde aus der Ried Klaus erstmals ein sorten-, lagen- und naturreiner Riesling abgefüllt, d.h. ein Wein ohne das damals übliche Anreichern der Moste mit Zucker. Zur nachhaltigen Dokumentation wurden die Fässer in diesem Jahr notariell versiegelt.

Mit seinem Freund Prof. Claus Riedel entwickelte Josef Jamek eigene Weingläser für den Riesling aus der Ried Klaus und später auch für andere Sorten, damit diese leichten und duftigen Weine perfekt zur Geltung kommen konnten . So wurden die Jamek Weine schon in den 60er Jahren in der Gaststätte in Riedel Gläsern kredenzt. Die Weinflaschen wurden nach den einzelnen Lagen bezeichnet und die Flaschennummern auf dem Rücketikett vermerkt.

Den nächsten großen Schritt setzte Josef Jamek mit dem Wiederaufbau der Steinterrassen in der Ried Klaus und 1962 mit einer Oberkronenberegnungsanlage gegen die sommerliche Trockenheit in den steilen Bergterrassen. Als einer der ersten Weinhauer in Österreich kaufte Josef im Jahr 1976 Edelstahlfässer für seine Weine, um durch Oberflächenberieselung die Gärführung kontrollieren zu können. In kühlen Weinjahren setzte er auf den biologischen Säureabbau auch beim Weißwein, damit seine leichten Weine geschmeidig und gut zu trinken waren.

Josef Jamek ist am 14. März 2011 im Kreise seiner Familie verstorben.

Jamek, die neuen Traditionen

Seit 2012 führen Schwiegersohn Herwig Jamek mit Gattin Julia Jamek den Traditionsbetrieb.
Jutta und Hans Altmann unterstützen Sie dabei, nachdem Sie den Betrieb 1996 von Josef und Edeltraud Jamek übernommen hatten.

Jamek-Weine im Stift Melk

Seit dem Jahr 1979 bewirtschaftet das Weingut Jamek die Besitzungen des Benediktinerstiftes Melk in der Wachau. Die Weingärten sind mit den Sorten Grüner Veltliner, Riesling, Weißburgunder – Pinot Blanc und Spätburgunder – Pinot Noir bepflanzt. Die aus diesen Gärten stammenden Weine werden auch in den beiden Shops im Stift Melk angeboten. Im Rahmen der Gottesdienste wird Jochinger Chardonnay 2023 als Messwein verwendet.

Die Weingärten liegen in den Rieden Dürnsteiner Liebenberg, Weißenkirchner Frauengärten, Jochinger Steinwand, Jochinger Kollmitz, Wösendorfer Marienfeld, Wösendorfer Zweikreuzgarten und Wösendorfer Hochrain.